A. Unsere eingebauten “Denkfehler”

Der Sammelbegriff „kognitive Verzerrung" beschreibt eine Vielzahl an systematischen Abweichungen in den größtenteils unterbewusst ablaufenden Informationsaufnahme-, Verarbeitungs- & Interpretationsprozessen des Menschen. Diese “Denkfehler” haben sich evolutionär betrachtet als effiziente und hilfreiche kognitive Heuristiken herausgestellt, können aber im wissenschaftlichen Kontext hinderlich sein und zur Beeinflussung von Ergebnissen führen.

Höherwertige Studien wie randomisierte kontrollierte Studien sollten aufgrund ihres Aufbaus dazu führen, dass Formen von kognitiven Verzerrungen reduziert werden.

Daher ist das Verständnis über mögliche Verzerrungen, deren Ursachen und der entsprechenden Handhabung  in der Wissenschaft notwendig, um die Literatur und ihre Aussagekraft besser einschätzen zu können.

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„Verzerrungen“ und „Fehler“ können hier nicht synonym verwendet werden – zufällige Fehler verfälschen Ergebnisse einer Studie anders als systematische Verzerrungen.

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