A. Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter: ein globales Gesundheitsproblem

Die Prävalenz von Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen steigt kontinuierlich an und stellt eine globale Gesundheitskrise dar. Von 1975 bis 2016 ist die Prävalenz von übergewichtigen und adipösen Kindern und Jugendlichen im Alter von fünf bis 19 Jahren von 4% auf 18% gestiegen, womit 2016 über 340 Millionen Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder adipös waren (WHO, 2021). Die WHO beziffert die im Jahr 2019 übergewichtigen oder adipösen Kinder unter fünf Jahren auf circa 38,3 Millionen (5,6%).

Fettleibigkeit im Kindesalter ist mit einem erhöhten Risiko für Adipositas, frühzeitigen Tod und Behinderung im Erwachsenenalter assoziiert (Reilly & Kelly, 2011; Sommer & Twig, 2018). Zudem kann es bei adipösen Kindern zu muskuloskelettalen Beschwerden (Paulis et al., 2014), motorischen Entwicklungsstörungen (Cataldo et al., 2015) und frühen Anzeichen kardiovaskulärer Erkrankungen, wie Bluthochdruck, Hyperlipidämie und Insulinresistenz kommen (Reilly et al., 2003). Bereits junge adipöse Kinder können an Asthma (Egan et al., 2013), Lebererkrankungen und Typ 2 Diabetes erkranken (Daniels, 2009). Ebenso kann Fettleibigkeit bei Kindern mit psychologischen Beeinträchtigungen, wie Depressionen, geringem Selbstwert und Angststörungen einhergehen (Griffiths et al., 2010; Lindberg et al., 2020; Sutaria et al., 2019).

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