A. Was bedeutet es Schmerzen zu haben?

Die internationale Assoziation der Schmerzforschung (IASP) definiert Schmerz als unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung, die mit tatsächlichen oder potenziellen Gewebeschäden einhergeht.

Wie auch andere Sinneswahrnehmung erfüllt Schmerz eine Funktion. In diesem Fall handelt es sich um eine Schutzfunktion, welche physiologisch betrachtet alarmieren soll, um so Gewebeschäden zu verhindern, beziehungsweise zu begrenzen. Durch die Verarbeitung sowie Interpretation von vorwiegend neuro-immunologischen Signalen wird die Interpretation möglicher Gefahrensituationen ermöglicht.

Die Wahrnehmung von Schmerzen kann dabei nicht ausschließlich durch nozizeptiven Input erklärt werden. Sie ist subjektiver Natur und kann situationsabhängig durch diverse Faktoren, wie unter anderem affektive Zustände, beeinflusst werden.

Derartige Variabilität der Schmerzwahrnehmung zeigt, dass Schmerzen keine objektive Repräsentation von sensorischen Reizen sind: Schmerzen entstehen also durch Verarbeitungsprozesse in einem komplexen System.

Pain is whatever the person experiencing it says it is, and it exists wherever the person says it does.“— Margo McCaffery

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